Erfolgreiche Skiffmeisterschaften im Herrschinger Segelclub

Vom 30.09. bis zum 03.10.2010 richtete der Herrschinger Segel-Club die internationalen Jugendmeisterschaften der 29er sowie die German open der 29er XX und der 49er aus. Mit 74 Meldungen erwartete die Organisation um Wettfahrtleiter Michael Marcour eine große Beteiligung mit Mannschaften aus sechs Nationen. Neben den Hauptsponsoren Marinepool, Heine Optotechnik, BMW Autohaus Merkhoffer, Seiko, die VR-Bank und 3M Espe unterstützten zahlreiche lokale Sponsoren diese hochkarätige Veranstaltung.

Bei den 49ern wurde mit 19 Meldungen leider nicht die Voraussetzung für eine Deutsche Meisterschaft erfüllt. Dennoch war man mit dem Meldeergebnis zufrieden. Zudem hatten zahlreiche hochkarätige Teams wie die Deutschen Meister von 2007 Fricke/Huber sowie die B-Kader Segler Schadewaldt/Baumann und Briesenick-Pudenz/Massman gemeldet.

Nach der feierlichen Eröffnung der Meisterschaften am Mittwoch durch Timo Hass vom Bayerischen Seglerverband, Wettfahrtleiter Michael Marcour und Vereinspräsident Klaus Pittrich konnten aufgrund der schlechten Windverhältnisse, bei welchen die Mindeststärke von 4 Knoten nicht erreicht wurde, am ersten Tag keine Wettfahrt gestartet werden.

Dies ermöglichte den Seglern aus Dänemark und der Türkei, am Freitag trotz später Anreise in Ruhe ihre Schiffe aufzubauen.

Da die Windvorhersage für den zweiten Tag recht positiv war, schickte die Wettfahrtleitung die Segler schon früh auf die Regattabahn. Bei moderatem Wind von 5-9 Knoten wurde es den Seglern und den Bojenlegern nicht leicht gemacht, da der Wind im Verlaufe des Tages von Süd nach West drehte. Aus diesem Grunde musste auch die schon begonnene sechste Wettfahrt wieder abgebrochen werden, um irreguläre Verhältnisse zu vermeiden.

Dennoch war die Organisation froh um die fünf Läufe an diesem Tag, da dadurch die Mindestanzahl für eine Meisterschaft gegeben war und zudem für die Segler die Möglichkeit bestand, das schlechteste Resultat zu streichen.

Am nächsten Tag starteten die jeweils die ersten Teams jeder Klasse im gelben Lycra-Trikot des Gesamtführenden.

Bei den 49ern führten nach 5 Läufen mit 11 Punkten Lennard Briesenick-Pudenz mit Morten Massmann vom Flensburger Segel-Club.

In der 29er-Klasse lagen Stefan Gieser von der Wassersportvereinigung Heidelberg-West mit Felix Meggendorfer vom Seebrucker Regattaverein, punktgleich vor Kristin Geisler vom gastgebenden Herrschinger Segel-Club mit Andrea Fuchs vom Segel-Club Inning am Ammersee.

Das gelbe Trikot der 29er XX durften sich Siven Kurbay und Soren aus der Türkei überstreifen.

Am nächsten Morgen glaubten die Segler aufgrund des spiegelglatten Sees in der Herrschinger Bucht nicht an Wind, dennoch schickte die Wettfahrtleitung die Teilnehmer schon um 9:30 Uhr auf die Regattabahn. Dort empfing sie ein schöner Südwind und ein herrlicher Blick auf die verschneite Zugspitze.

Da der Wind nach der zweiten Wettfahrt des heutigen Tages schwächer wurde, entschloss man sich, um 13:30 Uhr wieder in den Hafen zu fahren.

Mit zwei ersten Plätzen konnten sich bei den 49ern Leopold Fricke und Lorenz Huber vom Chiemsee-Yacht-Club an die Spitze vorsegeln und waren nun punktgleich mit Max Rieger und Christian Lindemann mit jeweils 20 Punkten. Auf Rang drei folgen Lennart Briesenick-Pudenz und Morten Massmann mit 22 Punkten.

Bei den 29ern konnten Lokalmatadorin Kristin Geisler mit Andrea Fuchs mit einem 8. und 3. Platz die Führung übernehmen. Auf Platz zwei folgen Jule und Lotta Goerge mit nur einem Punkt Rückstand.

Die Führung bei den 29ern XX konnten Siven Kurtbay und Soren weiterhin behaupten.

So sollten die Entscheidungen erst am letzten Tag fallen.

An diesem zeigte sich nach langem Warten im Nebel endlich der bayerische weiß-blaue Himmel, und der Wind frischte auf 10-13 Knoten auf.

Die 49er segelten nur noch ein Medalrace, bei welchen die ersten zehn Schiffe ein verkürztes Rennen fuhren. Hier bestätigten Leopold Fricke und Lorenz Huber ihre starke Form des Vortages und verteidigten ihren ersten Platz. Zweiter der German Open in der 49er Klasse wurden Julian Ramm mit Oliver Lewin vom Kieler Yacht-Club vor Max Rieger vom Württembergischen Yacht-Club mit Christian Lindemann vom Essener Turn- und Fechtclub.

Bestes Team vom Ammersee waren die Neueinsteiger in dieser Klasse Philipp Müller vom gastgebenden Herrschinger Segel-Club mit Moritz Janich vom Segler-Verein-Wörthsee. In diesem Jahr wurde dieses Team noch Vizemeister in der 29er Klasse und hatten nur drei Trainingswochen auf dem neuen Schiff.

Bei den 29ern gab es am letzten Tag noch deutliche Verschiebungen im Klassement. Die führenden Kristin Geisler und Andrea Fuchs kamen mit den Bedingungen anscheinend schlechter zurecht und fielen auf den vierten Platz zurück. Neue Deutsche Jugendmeister wurden daher Jule und Lotta Goerge vom Kieler Yacht-Club vor Paul Kohlhoff mit Carolina Werner, ebenfalls vom KYC. Dritte wurden Jakob Meggendorfer und Andi Spranger vom Segler- und Ruderclub Simsee.

Auch bei den 29er XX gab es nach spannenden Rennen noch einen Führungswechsel. Mit einem ersten und zwei zweiten Plätzen schoben sich Ida Marie Nielsen mit Marie Thusgard Olsen aus Schweden noch an Siven Kurtbay mit Soren vorbei. Dritte wurden vom Segelclub Inning am Ammersee mit den Plätzen zwei, eins, eins am Finaltag Tamara Huber mit ihrem Vater Wolfgang.

Insgesamt waren Segler und Veranstalter mit dem Verlauf der Regatta äußerst zufrieden, da sowohl anspruchsvolle und faire Wettfahrten, aufwendige Sachpreise als auch ein attraktives Rahmenprogramm den Seglern gelungene Meisterschaften geboten haben.

Erik Vetter

Fotos unter: www.freeze-images.com

icon drucker Druckversion