Internationale Deutsche Meisterschaft der Dyas im DSC
Der jüngste Teilnehmer Vincent Vetter (14) berichtet
Da der Ammersee nicht gerade für die besten Windverhältnisse bekannt ist, war das Teilnehmerfeld eher begrenzt. Obwohl es insgesamt 32 Teams gab, war man im DSC über die geringe Beteiligung sehr enttäuscht, denn man hätte bei einer Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) mit einer weit höheren Teilnehmerzahl gerechnet.
Am Montag war so gut wie kein Wind, so gab es als erstes eine Startverschiebung, sodass noch einmal die letzten Vorbereitungen am Boot getroffen werden konnten. Nach zwei ....
Da man für den zweiten Tag mit Südwind rechnete und die Windvorhersagen auch nicht so schlecht waren, setzte man die Startbereitschaft auf 6.45 Uhr. Man merkte jedoch schon beim Herausfahren, dass der Wind einige Dreher beinhaltete und musste davon ausgehen dass der Wind relativ bald zusammen fallen würde. Trotzdem versuchte Wettfahrtleiter Peter Teschemacher eine Wettfahrt durchzuführen. Doch schon auf der zweiten Kreuz schlief der Wind vollkommen ein. Als Entschädigung für die misslungene Wettfahrt bekam man einen wunderschönen Sonnenaufgang zusehen.
Um jedoch auch den zweiten Tag nicht ohne Wettfahrt zu beenden, fuhr man am Nachmittag noch einmal auf den See, obwohl der Wind nicht gerade angemessen erschien für eine Regatta. Wieder einmal hatte der Wind viele Dreher, sodass es schwer die richtige Taktik für den Start und die Wettfahrt zu wählen. Doch diesmal schon auf dem ersten Spigang schlief der Wind fast vollkommen ein, sodass aus einer Wettfahrt bei einer internationalen deutschen Meisterschaft ein so genanntes Schweinerennen wurde, für uns leider ohne Glück.
Da man jetzt wenigstens eine Wettfahrt auf dem Konto hatte, war man anschließend einigermaßen entspannt.
Am nächsten Tag setzte man die Startbereitschaft auf 10.00 Uhr, da ein bisschen Wind, das heißt 2-3 Knoten, kommen sollte. Da auch dieser Wind einschlief, versuchte man erst gar nicht am Nachmittag noch einmal eine Wettfahrt zu beginnen, da diese wahrscheinlich hätte abgeschossen werden müssen. Am Abend war dann der erhoffte und ersehnte Cocktail-Abend in Verbindung mit der karibischen Nacht. Der DSC zeigte sich von seiner besten Seite!!
Da der Wettfahrtleiter die Auslaufbereitschaft auf 6.15 Uhr legte, verabschiedeten sich die meisten Segler schon recht früh, einige schienen jedoch die Nacht durchfeiern zu wollen, da man ja am nächsten Tag früh raus musste.
Weil der erhoffte Südwind diesmal keine Dreher beinhaltete konnte man die zweite Wettfahrt ohne jegliche Probleme durchführen. Wegen des konstant bleibenden Südwindes, konnte man noch zwei weitere Wettfahrten fahren. Wir steigerten uns nun immer mehr und konnten sogar im dritten Lauf einen 2. Platz ersegeln.
Jetzt war man weit aus entspannter als noch 3 Stunden zuvor, da man nun 4 Wettfahrten im Petto hatte, sodass diese Regatta als eine deutsche Meisterschaft gewertet werden konnte. Obwohl man schon die benötigten Wettfahrten hatte, wollte man noch eine 5. Wettfahrt segeln um dann einen Streicher zu haben.
Bei schwachem Nordost wurde der 5. Lauf gestartet, aber der schlief wieder mal ein, sodass das Rennen zu einer einzigen Qual wurde und man nur noch über den Ammersee dümpelte.
Wir waren jedoch hochmotiviert, um unsere gute Platzierung zu verteidigen und erkämpften uns einen guten 5.Platz, nur wenige Zentimeter hinter dem 4..
Das neue Meisterpaar nach konstanten Leistungen hieß mal wieder Michael Schmohl/Ralph Ostertag vom Deutschen Touring Yachtclub.
Die Segler vom Herrschinger-Segelclub gewannen die Mannschaftswertung und belegten folgende Plätze:
-6. Platz: Christoph Welsch/Alexander Wilhelm
-7. Platz: Dr. Erik Vetter/Vincent Vetter
-14. Platz: Ralf Breitenfeld/Knut Mersch
-22. Platz: Reinhold Winkler/Christoph Quinger
-26. Platz: Hans-Werner Höll/Marlene Höll
-27. Platz: Winfried Lauer/Harald Korth
Im Großen und Ganzen lief die Regatta für alle recht gut, nur einige waren mit den gebrachten Leistungen bei den schwierigen Windverhältnissen eher unzufrieden.
Wir waren mit dem Ergebnis absolut glücklich und hatten es so gut nicht erwartet.
Für mich war es eine große Herausforderung, da es meine erste deutsche Meisterschaft war und ich somit viel Erfahrung sammeln konnte.